Jutta von Hayn

dargestellt von Steffi Schmidt





Jutta von HaynVon Jutta gibt es kaum Lebensdaten außer Nennungen in Urkunden von 1286 und 1294. Ihr Vater war Heinemann von Hayn, genannt „de Indagine“. 1286 und 1303 wird er als Rat Landgraf Albrecht „des Entarteten“ von Thüringen genannt. 1303 erfolgt ebenfalls die letzte urkundliche Nennung. Seine Frau und Mutter Juttas war Helwigis.

Jutta hatte fünf Brüder, Heinemann junior, Otto, Günther, Dietrich, Friedrich und drei Schwestern, Agnes (Gem. Eberhard von Molschleben), Elisabeth und Kunigunde.

1294 wird sie als Frau des Truchsess Johann Slune von Schlotheim genannt. Mit ihm hat sie sieben Söhne, Kunimund, Otto, Johann und Anno (alle Burgmänner auf der Creuzburg), sowie Günther, Heinrich und Albert.

Die Abbildung zeigt das Siegel des Heinemann von Hayn, dem Vater Juttas.

Siegel
Siegelumschrift:
+ S´ . HEINEMANNI . VON . ME . HAIN.

Die Hintergründe über die Herkunft derer von Hayn liegen immer noch im geschichtlichen Dunkel. Zum einen war die Familie aus historischer Sicht zu unbedeutend, zum anderen gab es schon im Mittelalter verschiedene Familien die den Namen Hayn trugen. Weiterhin kommt erschwerend hinzu, dass der Beiname „de Indagine“ auch von der Familie von Hagen verwendet wurde. Ob hier eine Verwandtschaft besteht, lässt sich nicht nachweisen. 

Mit größter Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, dass die von Hayn auf eine Seitenlinie der Truchsesse von Schlotheim zurückgehen. Die ähnliche Helmzier könnte ein Indiz dafür sein. So hat Heinemann von Hayn genauso wie Heinrich von Schlotheim einen geflügelten Helm mit Balken belegt.